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Vzlt i.R. Franz MAIER,

der OL–Guru Österreichs?

 

Die sportliche Millionenfrage!

Kleine Hilfe gefällig?  Bussole gegen Messer, Karte gegen Holz, Laufschuh gegen Hauspatschen getauscht.

War ja leicht, oder? Nicht gewusst? Die richtige Antwort wäre gewesen:  OL–Papst Franzi wechselte ins Lager der Pinkafelder Herrgottsschnitzer. Kurvt weiterhin fleißig mit seinem Wohnmobil + Gattin Ingrid durch halb Europa und pflegt sein Opa-Image auf seiner Hazienda!

 

Vom Infanteristen zum Heeresbergführer, Heeresskilehrer und Kommandant des LZ 1 der HSNS in Pinkafeld. Mit einem Wort: Eine militärisch–sportliche Bilderbuchkarriere. 

  Foto: K. Ahammer

Vzlt i.R. Franz Maier könnte Bücher schreiben über seine 38jährige Bundesheerlaufbahn. Doch er macht noch (!)einen großen Bogen um seinen PC, wie der Teufel ums Weihwasser. Da nimmt er schon lieber das Schnitzmesser in die Hand, als Beschäftigung mit seinem PC. „Das ist nicht mei´ Kaffee. Aber probieren werde ich´s. Wann, steht in meinen (PC–)Sternen“.

Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die (Maier–)Karriere zu werfen, die zahlreiche Höhepunkte, sportlich wie militärisch, aufweist. Wir bleiben der Kürze halber beim sportlichen Segment und da ragt sein überaus großes Engagement für den Orientierungslauf (OL) in Österreich, sowie den österreichischen Heeressport heraus.

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Fotos: Privat/ZVD (6)

Maier hatte immer ein optimistisches Lächeln auf den Lippen und

 

Franzi war 25 Jahre „Diener des Heeressports“, als Vorstandsmitglied (Beirat) vom 19 10 1967 – 10 06 1992 und Bundesfachwart für OL. Mitgründer des HSV Südburgenland und des HSV Pinkafeld. Initiator und Gründer des HSLV Burgenland (05 12 1991) und pushte den ÖHSV  im Burgenland zu einer sportlichen Größenordnung ungeahnten Ausmaß, wovon heute noch viele nur träumen können.

Er war und ist der

Vater des Orientierungslauf in Österreich“,

obwohl es an Karten fehlte. Doch er wusste wo der Sporthebel anzusetzen ist. Zeichnete Karte um Karte und fand immer wieder neues OL–Gelände nach Maß. Und so nebenbei war er immer im Startgelände zu finden – und meist als „der große Sieger“ im Zielgelände, wie z.B. u.a. beim Internationalen Alpen–Adria–Cup 94, da demolierte „Oldboy“ Maier in der H 35 die Konkurrenz und siegte mit einem Vorsprung von sage und schreibe 24 (!) Minuten auf den Zweitplacierten.

Er flitzte mit Bussole und Karte durch die heimischen Wälder. Sammelte Titel um Titel, wie andere Briefmarken. Damit war´s nicht getan. Sein OL–Herz schlug ganz besonders für den Nachwuchs, denn er erkannte mit scharfen Blick und Gespür, dass hier der Nährboden für die Breiten– und Spitzenwirkung des OL´s verborgen ward, und die Arbeit mit den Schülern und Jugendlichen hat ihm am meisten begeistert. Und so kam´s nicht von ungefähr, dass

Töchterchen Sonja von 1971 – 1976 mit einem Staatsmeistertitel und 6 österreichischen Meistertiteln ihm für seinen väterlichen OL–Einsatz dankte.

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  ... egal ob bei
Nacht und Nebel,
Tag und
Sonnenschein,
immer die richtige
Orientierung

OL–Größen wie Mag. Karl Lang, Prof. Eugen Kainrath & Co. gehen ebenfalls aufs Maier–Konto. Er war ihr Mentor, Trainer und OL–Papa in einer Person.

Maiers absolutes Meisterwerk: Pinkafeld

Auch organisatorisch hatte unser OL–Franzi ein goldenes Handerl, wie die beiden Internationalen Militär–Weltmeisterschaften des CISM im OL (18 08 – 24 08 1974) mit Teilnehmern aus 13 Nationen, sowie (14 06 – 20 06 1982) mit Soldatensportlern aus 14 Nationen, und last but not least fünf Internat. 3–Tage–OL´s, und sozusagen als Krönung des Pinkafelder OL–Flairs die  beiden Internat. 5–Tage–OL´s, mit Weltcuplauf in Bernstein (11 07 – 17 07 1983) mit 1.834 Teilnehmer aus 22 Nationen mit Senioren World Master Games (05 07 – 11 07 1987), mit 2.540 Teilnehmer aus 20 Nationen, beweisen.

Entschuldigung: Fast hätten wir auf  den 17. Ordentlichen Verbandstag 1984 des ÖHSV mit 114 Delegierten vergessen. Auch da hatte der Pinkafelder OL–Zampano die Hände am Regiepult.

Ja, Vize Maier war es, der den OL in Österreich sportlich gesellschaftsfähig machte. Zuerst belächelt, dann bestaunt und schlussendlich lobend anerkannt seine Vision, den OL in Österreich salonfähig zu machen. Und in kürzester Zeit gelang es ihm, Pinkafeld zum Königssitz des mitteleuropäischen OL–Sports zu pushen.

Maier setzte (OL–)Akzente, über die man noch heute staunt und auch nur annähernd seinem Wissen und Können nicht einmal den „kleinen“ Finger reichen kann.

Damit ist aber jetzt Schluss. Das Knie und die Haxen verweigern weitere (Senioren–)Erfolge im OL.

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Nach OL bekam das
Schnitzen Priorität Nr.
1 nach Familie in
Maiers(Pensionisten-)
Alltag.

 

In 9 Tagen von Pinkafeld auf den Kilimandscharo und zurück

112 Jahre nach der Erstbesteigung (1889) von Hans Mayer und Ludwig Purtscheller, hat sich Österreichs OL-Papst am 15. 1. 2001, seinen Jugendtraum nach 50 Jahren erfüllt.

Erfüllt nach einem beinharten 52–Stunden–Hatscherer bei Regen, eisiger Kälte und Sonnenschein am Schlusstag, stand Vize Franz Maier am Kilimandscharo, auf 5.895 m, dem höchsten Punkt Afrikas: Der Freiheitsspitze, dem „Uhuru Peak“ und setzt punkt 0650 Uhr den ÖHSV–Wimpel.

Geschafft hat der Bergfex Maier die Tour über die Maranga–Route. Insgesamt (Aufstieg + Abstieg) dauerte die Bergtour 5 Tage, wobei das Kili–Bier überraschend gut schmeckte.

Der „Kili“ war nicht sein einziger Gipfelsieg, bevor er sich mit voller Kraft und dem ihm ausgezeichneten Elan dem OL widmete.

Nach Ende der eindrucksvollen OL–Karriere juckten ihn wieder die Berge – und sein Jugendtraum ließ ihn nicht los.

Warum?

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  Jugendtraum erfüllt:
Franzi Maier am Gipfel
des Kili

In den 50er Jahren sah er im Kino den Film „Schnee am Kilimandscharo“. Der Berg war für ihn so imponierend, dass er sich in seiner gesamten Alpinausbildung immer wieder sagte: „Einmal muss ich rauf!“ Doch in den mittleren 60er Jahren beschäftigte Vize Maier der OL so intensiv, dass er das Bergsteigen und den Kili vergessen konnte. Erst mit seiner Pensionierung kam er drauf, dass neben dem OL auch noch etwas anderes existiert, das Freude macht und so holt er jedes Jahr mindestens zwei Mal die Wandersocken aus dem Ladl und ließ schnitzen, schnitzen sein.

HEERESSPORT: Wann und wie wechselten Sie vom Bergfex zum Orientierungslauf?

MAIER: Skifahren und Laufen waren schon als Bub meine große Leidenschaft. Beim Heer entdeckte ich die Liebe zum Heeresbergführer und Heeresskilehrer und begann mit dem Militärischen Mehrkampf. Wechselte aber bald zum Skilanglauf und landete schließlich beim OL – und nach meinem ersten OL war die Entscheidung gefallen. Ab nun ging´s nur noch in den Wald.

Wurden Sie als Einzelkämpfer nicht belächelt?

Mitte der 60er Jahre schon. Da konnte man in Österreich mit dem OL überhaupt nichts anfangen. Zu unbekannt war der schöne Sport in Gottes Natur – und es fehlten Karten an allen Ecken und Enden.

Wie viele Staatsmeistertitel haben Sie auf Ihrem Sportkonto?

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  Vzlt i.R. Franz Maier: „Ein
lebendes Denkmal in
Sachen Sport mit all
seinen Facetten, Freuden
und Schwierigkeiten
“.

17 österreichische Staatsmeistertitel und 42 österreichische Meistertitel.

Nochmals die Frage: Was zählt heute rückblickend organisatorisch für Sie mehr, die beiden MilitärWeltmeisterschaften oder die Internationalen 5-Tag-OL´s in Pinkafeld?

Jeder Groß–Wettkampf war ein Höhepunkt für sich.

Verraten Sie uns Ihren  größten sportlichen Erfolg?

Alle meine Wettkämpfe waren für mich gleich wichtig und spannend.

Ihre größte sportliche Pleite war?

Habe ich leider vergessen!

Tochter Sonja war ja in den 70er Jahren das hoffnungsvollste mitteleuropäische Nachwuchstalent – und heute?

Sie ist glücklich verheiratet und Mutter von 2 Kindern (Lisa geb. 1992, Paul geb. 1996), sowie beruflich unterwegs im österreichischen Gesundheitswesen.

Privat ist sie fleißig unterwegs mit Nordic–Walking–Stöcken oder Fahrrad als Hobbysportlerin mit künstlichem Hüftgelenk.

Wie stehen Sie heute zum Salzburger AhammerSager in den 80er Jahren: Unsere jungen Orientierungsläufer können sich mit Karte um Kompass im Gelände besser orientieren als so mancher Generalstabsoffizier?

Kurti hatte fast immer recht!

War der Kili Ihr höchster Gipfel?

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Lang, lang ist´s her:
Das ÖHSV-Duo
Vize Maier (li) und
RegRat Kurt
Ahammer, kämpften
Seite an Seite für
den ÖHSV und OL.

 

Ja, und es war ein beinharter 52–Stunden–Hatscherer ohne technische Schwierigkeiten. Das einzige Problem war die immer dünner werdende Luft trotz Akklimationstag auf 4.700 m. Da wird das Gehen und Atmen bereits etwas mühsam – und dazu erschwerend als ständiger Begleiter nur Regen! Pole, pole (langsam, langsam) warnten die Führer. Wir können aber ohnehin nicht schneller.

Und der Großglockner mit seinen 3.797 m?

Da stand ich 10 x am Gipfel. Ebenso auf fast allen Gipfeln der Westalpen (Großvenediger, Böhmisches Paradies, Ortler)  und der Schweiz. Doch der „Kili“ war einer der Leichtesten.

Wann und wie entdeckten Sie Ihr Schnitzertalent?

Es war immer schon eine Vision – nach meiner Pensionierung konnte ich sie verwirklichen.

Wie fühlen Sie sich nach einem so langen, erfolgreichen Sportlerleben heute als (Sport)Pensionist?

Wenn es so bleibt, bin ich zufrieden.

Wir fassen zusammen:

1. Von Gnas bei Feldbach führte ihn sein Weg nach Aigen im Ennstal mit Endpunkt Pinkafeld.

2. Vom kleinen B–Gendarm im letzten Glied zum Vizeleutnant und Kommandant des LZ 1 der HSNS in Pinkafeld.

3. Vom Heeresbergführer und Heeresschilehrer zum Militärischen Mehrkämpfer und OL–Papst von Österreich zum Heergottschnitzer von Pinkafeld.

4. Familie, Orientierungslauf, Sport, Militär und Heeressport waren und sind sein Leben. Als (Sport–)Pensionist kommt noch das Holzschnitzen dazu.

Vize Maier hatte stets die richtige Orientierung. Das gesteckte Ziel vor Augen. Verstand sein Sport– und Funktionärshandwerk aus dem „ff“. War nie ein Mann für halbe Sachen. Wenn, dann 100 %ig – so mutierte Vzlt i.R. Franz Maier schon zu Lebzeiten zu einem vielbewunderten und geachteten „Denkmal in Sachen Sport mit all seinen Facetten, Freuden und Schwierigkeiten“.

4/2011


 


Das (Maier–)Porträt
Geboren am: 02.12.1936, Sternzeichen Schütze
Wohnhaft in Pinkafeld
Familienstand: verheiratet, 1 Tochter
ET: 27.06.1956 zur B–Gendarmerie in Aigen/E.
19.10.1967 – 10.06.1992 Vorstandsmitglied des ÖHSV
16.10.1968 – 05.12.1991 Bundesfachwart OL des ÖHSV
1975 – 1980 Kommandant des BH–Wettkampfkaders OL
01.04.1980 – 31.10.1994 Kommandant des LZ 1 der HSNS in Pinkafeld
31.10.1994 – dato (Sport-)Pensionist

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